Mit ihren üppigen romantischen Gesten, schwelgenden Phrasierungen und fließenden Melodien klingt die Musik von Cécile Chaminade (1857-1944) unverkennbar französisch. Ihre Gabe für einfallsreiche, unbeschwerte Melodien zeigt sich in ihren Liedern, darunter „Berceuse“ und „Mignonne“. Gleichzeitig nähern sich ihre „Klaviersonate in c‑Moll“ und der zeitlose Klassiker „Automne“ dem tiefgründigen Drama von Franz Liszt oder Robert Schumann an. Als herausragende Pianistin brachte Chaminade bei Werken wie „Pierrette“ und der schillernden „Toccata“ eine beeindruckende Beherrschung von Klangfarbe und Rhythmus zum Ausdruck.