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- 2021 · 4 Titel · 35 Min.
Cellosonate in g-Moll
Op. 19
Sowohl Cellist:innen als auch Pianist:innen bekommen in Sergei Rachmaninows „Cellosonate“ viele Gelegenheiten, ihr Können unter Beweis zu stellen. In diesem äußerst ausdrucksstarken Werk erheben sich die melodischen Linien des Cellos über üppige, dynamische Klaviertexturen. Rachmaninow wurde von Anatoliy Brandukov, einem engen Freund und einer der besten Cellisten seiner Zeit, zu der Sonate inspiriert. Er und der Komponist brachten das Werk 1901 in Moskau zur Uraufführung. Rachmaninow schrieb einen hochvirtuosen Klavierpart für sich selbst, wobei das Klavier die meisten Melodien einführt, die dann vom Cello ausgearbeitet werden. Das Werk beginnt ruhig mit einer aufsteigenden, schrittweisen Figur des Cellos. Dies ist der Keim in dieser Sonate, aus dem die Melodien erwachsen. Das Tempo nimmt zu, und der erste Satz ist dramatisch und abwechslungsreich. Die komplexen Klavierlinien erforschen abenteuerliche Harmonien unter den langen Linien des Cellos. Der zweite Satz ist ein flottes Scherzo, dessen Rhythmen oft vom Cello im zupfenden Pizzicato artikuliert werden. Der dritte Satz „Andante“ enthält eine der leidenschaftlichsten und inspirierendsten Melodien Rachmaninows und erinnert an die Energie seines „Klavierkonzert Nr. 2“, das im selben Jahr entstand. Das Finale beginnt mit einem grellen, hellen Thema und wird von einer freudigen Stimmung dominiert. Dies trifft vor allem auf die Coda zu, in der Rachmaninow den Klavierpart mit einem letzten Ausbruch an Virtuosität versieht und das Werk auf einem echten Höhepunkt beendet.