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- 2007 · 4 Titel · 35 Min.
Sinfonie Nr. 41 in C-Dur
K. 551, KV 551 · “Jupiter Sinfonie”
Von Wolfgang Amadeus Mozarts letzten drei Sinfonien (Nr. 39–41) ist nicht bekannt, dass sie zu seinen Lebzeiten aufgeführt wurden. Möglicherweise hatte er Ende 1788 eine Konzertreihe im Sinn, bei der alle drei Werke zu hören und zu vergleichen sein würden. Auf jeden Fall achtete er darauf, dass sie sich zwar gegenseitig ergänzten, aber dennoch jeweils eine eigene Persönlichkeit besaßen. Die „Sinfonie Nr. 41 in C‑Dur“ wurde nur 16 Tage nach Nr. 40 vollendet und lebt in einer ganz und gar sonnigeren Welt, die eine olympische technische Brillanz von wahrhaft heroischem Ausmaß ausstrahlt – vielleicht hat der Londoner Orchesterdirektor Johann Peter Salomon ihr deshalb den Spitznamen „Jupiter“ gegeben. Der erste Satz „Allegro vivace“ sprudelt über mit melodischen Motiven und Gesten der komischen Oper, einschließlich eines direkten Zitats aus Mozarts humorvoller Arie „Un bacio di mano“. Die weiche, schwebende Melodie auf gedämpften Streichern zu Beginn des „Andante cantabile“ klingt wie kein anderes Werk von Mozart. Wenig später erreicht er neue Höhen mit einem sequenziertem Thema, das sich die Geigen und Holzblasinstrumente teilen, dann mit einer Reihe von ekstatischen Harmonien, die eine blühende Linie unterstützen, die wiederholt und bereichert wird. Das Menuetto ist wahrhaft sinfonisch – seine ersten vier Töne binden den ganzen Satz. Das bemerkenswerte „Molto allegro“ knüpft an die österreichische Tradition der fugierten sinfonischen Finalsätze an, die in den 1780er-Jahren aufkam. Das einfache viertönige Thema wird mit anderen kombiniert, und zwar nicht nur mit Witz und Eleganz, sondern auch mit höchstem kontrapunktischem Können.