Klavierkonzert Nr. 24 in c-Moll

K. 491, KV 491

Wolfgang Amadeus Mozarts „Klavierkonzert Nr. 24“, das Anfang 1786 fertiggestellt und im April im Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde, gilt oft als sein größtes Werk. Mit Flöte, Pauken und Streichern sowie Oboen-, Klarinetten-, Fagott-, Hörner- und Trompetenpaaren ist es die größte Besetzung in allen seinen Konzerten, was dem Orchestersatz eine ungeahnte Bandbreite und Flexibilität verleiht. Das zeigt sich schon im eröffnenden Allegro, dessen rhythmische Strenge durch die Klangfülle des Hauptthemas unterstrichen wird und dessen emotionale Intensität selbst in der lyrischeren Nebenidee allgegenwärtig ist. Da Mozart weder für dieses noch für das Finale eine Kadenz vorgesehen hat, schrieben spätere Interpret:innen ihre eigene Kadenz vor der Coda, die in fatalistische Ruhe mündet. Im Larghetto, dessen Melodie von ergreifender Gelassenheit ist, verschmelzen die Bläser mit dem Soloklavier in einem bemerkenswerten Moment orchestralen Zusammenklangs und übernehmen in wechselnden Folgen eine serenadenartige Rolle. Die unterschwellige Spannung wird im abschließenden Allegretto wieder aufgenommen: Das sardonische Thema bildet die Grundlage für acht Variationen, die sein expressives Potenzial ausloten, bevor es in die Coda mündet, in der – anders als im „Klavierkonzert Nr. 20“ – die Molltonart bis zum Schluss beibehalten wird.

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