Klaviersonate Nr. 13 in B-Dur
Wie weitere Sonaten von Wolfgang Amadeus Mozart aus dieser Zeit wurde auch die „Klaviersonate Nr. 13“ später komponiert, als ursprünglich angenommen. Sie wird mittlerweile auf seinen Aufenthalt in Linz auf der Rückreise von Salzburg nach Wien im Jahr 1783 datiert und somit auf die Zeit seiner „‚Linzer‘ Sinfonie, Nr. 36“. Während einige von Mozarts Klaviersonaten die thematische Vielfalt und den Kontrast in den Vordergrund stellen, ist diese Sonate von ihrer Einheitlichkeit in Stimmung und Charakter sowie ihren minimalistischen Melodien geprägt. Der erste Satz in sonnigem B-Dur ist überwiegend lyrisch, mit einem bezaubernden ersten Thema, das auf einer Reihe von ausdrucksvollen Appoggiaturen aufbaut. Trotz des anmutigen Charakters erkundet Mozart auch Gefilde mit größerer Dramatik und Dynamik, etwa die Wendung nach f-Moll in der Durchführung und noch mehr im verblüffend chromatischen Mittelteil des langsamen Satzes, der sich von Es-Dur in entlegenere harmonische Regionen bewegt. Das Rondo-Finale hat den Charakter eines Konzertsatzes, in denen reine Solopassagen und Andeutungen eines vollen Orchesters einander abwechseln, bis hin zu einer ausgedehnten Kadenz am Ende.
