Gute Arrangements werfen neues Licht auf altbekannte Kompositionen. Diese Überlegung hat das französische Klaviertrio Karénine zum Anlass für ein faszinierendes Album genommen, auf dem Bearbeitungen von spätromantischem Programm neue Werkfacetten freilegen: Schumanns „6 Studien in kanonischer Form“ für Pedalklavier werden in der kammermusikalischen Fassung großzügig und weitläufig, Liszts eigene Trio-Bearbeitung seines Klaviersolos „Vallée d'Obermann“ vibriert in vielschichtigen Schattierungen und Schönbergs „Verklärte Nacht“ erhält in der reduzierten Fassung eine unmittelbare Dringlichkeit.
Liszt: Tristia (After Vallée d'Obermann, S. 723c, Arr. for Piano, Violin and Cello)
I. Tristia (After Vallée d'Obermann, S. 723c, Arr. for Piano, Violin and Cello)