Wenn das Instrument älter ist als die dargebotenen Kompositionen: Cédric Tiberghien spielt auf einem Pleyel „Grand Patron“-Klavier von 1892; Maurice Ravel schrieb seine Klavierkonzerte erst Anfang der 1930er-Jahre. Eine Kombination, die ganz wunderbar aufgeht: Der Franzose versetzt uns mit diesem großartigen Album in eine andere Zeit. In beiden Klavierkonzerten ist der akzentuierte Klavierton mit seinem charakteristischen „Ping“ in Kombination mit den historischen Instrumenten von François-Xavier Roths Orchester Les Siècles eine echte Offenbarung. Das jazzige „Piano Concerto in G Major“ schimmert und funkelt, während das „Piano Concerto for the Left Hand in D Major“ unbändig vor den Ohren aufblüht. Bei den Liedern erfährt Tiberghien Unterstützung von der charaktervollen Baritonstimme Stéphane Degouts – ein wahrer musikalischer Meilenstein.