Ihre Videos gehören zu den meistgeklickten Klassik-Clips im Netz: Aufnahmen wie jene von Sergej Rachmaninows „Piano Concerto No. 2“ machten die damals 23-jährige Ukrainerin Anna Fedorova auch zu einer Botschafterin des Komponisten bei einer jüngeren Zielgruppe. Jetzt gibt es ein Wiederhören mit dem für die Künstlerin so wichtigen Werk; ergänzt wird es mit dem „Piano Concerto No. 4“, das der Komponist im US-amerikanischen Exil schrieb. In den tiefen Emotionen dieser Musik hört man den Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen auf ukrainische Künstler:innen, die die Pianistin in den Anmerkungen zu diesem Album eindrucksvoll beschreibt. Das 2. Konzert wiederum interpretiert sie in gewohnter Stärke: Ihre Auslegung führt sie durch die trüben Grübeleien des ersten Satzes zu einer spektakulären Katharsis in einer glänzend gespielten Version des Finales. Fedorovas Eintauchen in Rachmaninows prächtiges spätromantisches Idiom durchdringt jeden Moment dieser triumphalen Aufführung.