Dieses Album präsentiert die Ersteinspielungen von drei bemerkenswert farbenfrohen und kraftvollen Orchesterwerken der in Jamaika geborenen britischen Komponistin Eleanor Alberga.
„Tower“ (2017), ein konzertantes Werk für Streichquartett und Orchester, entstand im Gedenken an David Angel, den verstorbenen zweiten Geiger des Maggini Quartet und persönlichen Freund der Komponistin. Ihre gemeinsame Vorliebe für Béla Bartók spiegelt sich in der stimmungsvollen Eröffnung wider, während Angels „großes Herz“ einen Mittelteil von betörender Süße einleitet.
Die „Sinfonie Nr. 1 ‚Strata‘“ (2022), die ebenfalls einem Musiker – dem Bratschisten David Nash – gewidmet ist, stellt den Planeten Erde in den Fokus. Der gedämpfte Klang eines weich angeschlagenen Beckens und gespenstische Vogelgeräusche der Holzblasinstrumente stellen das alttestamentarische „Firmament“ dar. Dann folgen die verschiedenen Erdschichten von „Core“ bis „Crust“, wobei die Streicher den Ruf der Erde, „vita super terra“ („Leben auf der Erde“), aussenden. In „Sailing on Tethys“ wird der prähistorische Ozean mit seufzenden Streichern verführerisch dargestellt, während „Plumes“ Vulkanausbrüche durch den Erdmantel eindringlich in Szene setzt.
Albergas deutlich früheres Werk „Mythologies“ (2000) stellt zurückhaltende, aber stimmungsvolle Porträts von drei griechischen Göttinnen neben prägnantere und meist ruppige von zwei Göttern und dem Halbgott Herkules.