2015 gewann Emmanuel Tjeknavorian beim Sibelius-Violinwettbewerb den zweiten Preis. Mit dem Konzert des finnischen Komponisten weiß der Wiener Geiger auch hier zu begeistern, indem er die zerklüfteten Klanglandschaften sensibel und ausdrucksstark kartiert. Noch berührender ist die Interpretation des Violinkonzerts seines Vaters Loris Tjeknavorian, das der Sohn hier erstmals einspielt: Mit Zuneigung, aber ohne Pathos präsentiert er das von leichtfüßigen Rhythmen belebte Werk, in welchem Anklänge an das armenische Erbe der Familie hörbar werden.