Eigentlich hat Mozart keine einzige Oboensonate geschrieben. Wenn man aber diesen glanzvollen Aufführungen zuhört, könnte man das Gegenteil glauben. Der Solo-Oboist des London Symphony Orchestra, Olivier Stankiewicz, adaptiert in diesem Werk drei Violinsonaten von Mozart und macht sich jede mit seinem charaktervollen und fließenden Spiel zu eigen. Vor allem aber beweist er die Eignung des Instruments für Mozarts lange melodische Linien. Mehr noch: Im Andante der „Sonata in B-Flat Major, K 454“ singt Stankiewiczs Oboe die Melodie, als wäre sie eine Opernarie. Der Pianist Jonathan Ware spielt dabei eine gleichberechtigte Rolle: Vor allem in der „Sonata in B-Flat Major, KV 378“ zeigt er sich als sensibler Partner an der Seite von Stankiewicz und erfreut sich an Mozarts filigranen Passagen.