Mabel Millán ist noch keine 30 und bereits GRAMMY-prämiert. Auf dieser Tour durch 150 Jahre Gitarrenmusik verbindet die spanische Gitarristin erstaunliche technische Fertigkeiten mit einem Gespür für subtilen Ausdruck und tiefe Emotionen. Millán eröffnet das Album mit Joaquín Malats’ „Serenata Española“ und meistert jede noch so schnelle Passage und filigrane Verzierung mit charmanter Nonchalance. Die makellosen Tremolos in Eduardo Sainz De La Mazas „Campanas del alba“ umrahmen eine wunderschöne, glockenartige Melodie – jeder Ton sitzt perfekt. Die „Sonata in D Minor“ von Joaquín Turina wiederum interpretiert Millán gleichermaßen dramatisch und seelenvoll, während das Titelstück dieser Sammlung, „Capriccio diabolico“ von Mario Castelnuovo-Tedesco, eine stilvolle Hommage an den Violinisten und Gitarristen Niccolò Paganini darstellt. Stücke von Leo Brouwer, Manuel Ponce und Fernando Sor, der vielen als Beethoven der Gitarre gilt, ergänzen das fesselnde Recital. Im Ergebnis ergibt dies ein unwiderstehliches Gesamtpaket.