Yaara Tal dürften die meisten als Hälfte des Klavier-Duos Tal & Groethuysen kennen. Hier wagt sie einen Schritt aus dieser Sicherheit hinaus, um ihren Hörer:innen ein spannendes Konzept vorzustellen: Jeweils ein Prélude Johann Sebastian Bachs, vor allem aus dem „Wohltemperierten Klavier“, steht einer Fuge aus fremder Feder gegenüber. So entstehen ungewöhnliche Paarungen – etwa mit Arbeiten von Robert Schumann, Fryderyk Chopin, Napoleon Alkan oder Lyonel Feininger, die zum Nachdenken anregen. Yaara Tal beendet ihr Album mit einem kontemporären Stück: „Tempus fugit“, das vom deutschen Komponisten Reinhard Febel stammt, spielt sie mit der gleichen Präzision, mit der gleichen Poesie wie die restlichen Aufnahmen.