Der Rückgriff auf Motive der Volksmusik gehört zu den zentralen Wirkprinzipien der Musik der Romantik. Bei Edvard Griegs „Peer Gynt“ gilt das im besonderen Maße, diente als Vorlage doch ein Gedicht von Henrik Ibsen, das sich wiederum stark auf die Feenmärchen von Peter Christen Asbjørnsen bezieht. Dieses bemerkenswerte Album unterstreicht die volkstümlichen Wurzeln der Schauspielmusik mithilfe mitreißender neuer Arrangements für die neunsaitige, rustikale Hardangerfiedel, Geige und Streichorchester. Die Geigerin Ragnhild Hemsing bringt eine improvisatorische Frische in Stücke wie „Morning Mood“ und „The Death of Åse“, wobei vor allem die volkstümlichen Anklänge und Verzierungen eine lebendige Atmosphäre schaffen. Die Trondheim Soloists haben diese Musik in ihrem Blut und reichern vor allem „Peer Gynt’s Homecoming“ mit zusätzlicher Lebendigkeit an. Der Höhepunkt: das berauschende Folk-Finale „In the Hall of the Mountain King“.