Das Quatour Arod überzeugte 2016 die Zuschauer:innen und Kritiker:innen beim ARD-Musikwettbewerb mit seinem feingeistigen, durchaus mutigen und technisch absolut perfekten Spiel. Die Franzosen konnten die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen und sind seitdem ein gefragter Name, wenn es um Streichquartette geht. Jenseits der Bühnen begeistern sie regelmäßig mit ihren Aufnahmen. Und wo sie sich bei Konzerten Grenzgänge erlauben, immer wieder Eigensinn in die Arrangements pumpen, finden sich auch auf den Alben mutige Paarungen – die, das ist wichtig, immer aufgehen. Hier kombinieren sie Maurice Ravel und Claude Debussy, was konsequent erscheint, liegen zwischen der Komposition der jeweiligen Werke doch nur wenige Jahre. Dazwischengeschoben wird jedoch ein aktuelles Stück, das das Ensemble 2017 selbst uraufführte: „Al’ Asr“, eine Arbeit des französischen Komponisten Benjamin Attahir, basiert auf Koranversen und berichtet direkt aus der Hitze eines Sommernachmittags.