Es ist ein sehr eigener Klang, der die Werke der Komponistin Noriko Koide prägt: Die 1982 geborene und vielfach ausgezeichnete Japanerin steht für Musik, die reich an Texturen ist. Sie setzt Instrumente erfinderisch ein, integriert und imitiert Alltagsgeräusche, vereint europäische mit asiatischen Einflüssen. Nun hat das BBC Symphony Orchestra ihr „Swaddling Silk and Gossamer Rain“ aufgenommen. Vom flirrenden Vibrafon über die fein vorgetragenen Regengeräusche der Musiker:innen bis zum ätherischen Einsatz von Klavier und Harfe: Das Stück begeisterte die Dirigentin Dalia Stasevska sofort. Besonders gefielen ihr die innovativen Techniken: „Die Spieler:innen ahmen nicht nur das Geräusch von tropfendem Wasser nach, sondern verwenden auch einen Bleistift zwischen den Violinsaiten für eine Art Klopfgeräusch.“ Wenn am Ende der Regen nachlässt, nutze Koide die Stille auf wunderbare Weise, sagt Stasevska: „Für Koide ist die Stille Musik. Jeder einzelne stille Moment ist ein musikalischer Moment.“