

The Korngold Symphony
Erich Wolfgang Korngold wurde durch die Nazis aus seinem Heimatland Österreich vertrieben und entwickelte sich zeitgleich vom Wunderkind in der Konzert- und Opernwelt zu einer Filmmusiklegende in Hollywood. Jahrzehnte nach seinem Tod 1957 in Los Angeles entdeckte sein Enkel zwei private Aufnahmen von Korngold am Klavier, auf denen er wie besessen seine „Sinfonie in Fis“ aus der Nachkriegszeit spielte. Sein Enkel teilte diese mit dem Dirigenten John Mauceri. Die ebenso gefühlstiefe Studioaufnahme der Sinfonie mit dem Orchestra della Svizzera Italiana beruht auf dieser fieberhaft dargebotenen, unverzichtbaren Bezugsquelle des Komponisten mit all ihren Stärken und Schwächen. Bemerkenswert ist, dass sie in einer Aufnahme ohne Unterbrechung zustande gekommen ist. Die orchestrale Interpretation ist nuancierter als die dämonische Klavierversion von Korngold, spiegelt aber die überzeugende Auslegung der Partitur als emotionale Reaktion auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs wider.
31. Januar 2025 8 Titel, 1 Stunde 33 Minuten ℗ 2025 Supertrain Records