Es liegt ein besonderer Zauber in der sanften Nostalgie von Benyamin Nuss’ lyrischen, introspektiven Kompositionen und seinem empathischen Spiel. „Personal Stories“ bietet eine feinsinnige musikalische Mischung, in der sich die Grenzen zwischen Klassik, Jazz und zeitgenössischer Neoklassik auflösen und durch melodische Ausdruckskraft miteinander verschmelzen. Der Komponist und Pianist schöpft dabei aus seiner Leidenschaft für Claude Debussy, was sich besonders in dem anmutigen „Miniature 2014“ und den hypnotischen Harmonien von „Three Views of a Smile III“ zeigt. Ein Hauch von Maurice Ravel durchzieht „Northbridge Waltz“, während „Bean Cat“ an die geistreiche Lässigkeit von Gil Evans erinnert.
Jede von Nuss’ „Stories“ entstammt bestimmten Emotionen, ausgelöst durch ein Erlebnis oder eine Erinnerung, die seine Kreativität in Gang setzt. Hör dir „Memories of Salzburg“ an und tauche ein in seine musikalische Reaktion auf die alte, österreichische Stadt und einen unvergesslichen Sonnenuntergang, den er dort sah. Dann ist „Hoffnung“ zu hören – ein Stück, das pure Zuversicht ausstrahlt. Es entstand in der ersten Woche der Pandemie und offenbart eine Tiefe, die sich aus einer mantraartigen Einleitung entwickelt und in einen Ausbruch von romantischer Klangfülle mündet.
„Anata Ni Ayamaranai To Ikenai Koto Ga Aru“ – der längste und vermutlich eindrucksvollste Track des Albums – erzählt von einem intimen Geständnis sowie der emotionalen Befreiung, die es mit sich bringt. Diese „Personal Stories“ berühren durch ihren Charme und ihre ungefilterte Authentizität.