Auf einem Album von Sofiane Pamart würde man Stimmen wie Wyclef Jean, Nelly Furtado oder J Balvin nicht erwarten. Und doch tauchen sie hier auf, eingebettet in weitläufige, cineastische Tracks. Pamart wird seit Jahren dafür gefeiert, das Klavier als Instrument neu zu denken. Zugleich gilt er als Künstler, der die Grenzen zwischen Klassik und zeitgenössischer Popproduktion auflöst. Dass er gern Genrebegriffe infrage stellt, zeigte sich bereits in früheren Kooperationen – zuletzt in einem charttauglichen Crossover mit Ofenbach. „Movie“ führt diese Idee weiter. Als imaginärer Film konzipiert, entfaltet sich das zwischen Los Angeles, New York und Prag aufgenommene Album in 20 Stücken. Unterstützt von den 70 Musiker:innen des Prague Philharmonic Orchestra und einem 24‑köpfigen Chor entwirft der französische Pianist und Komponist ein Werk, das gleichermaßen intim wie auch monumental anmutet und sich fließend zwischen Klassik, Pop und Rap bewegt.