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- 1981 · 24 Titel · 2 Std. 13 Min.
La traviata
Paris, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Kurtisane Violetta Valéry ist der Star der Stadt. Sie ist schön, intelligent und unabhängig, und ihre glitzernden Partys werden von der Crème de la Crème der mondänen Gesellschaft besucht – einschließlich des jungen Alfredo Germont, der vom Lande kommt und von ihrer Schönheit und ihrem Charme fasziniert ist. In einer berauschenden Nacht verlieben sich die beiden ineinander. Doch das Schicksal hat andere Pläne, und die Feindseligkeit und Vorurteile von Alfredos bürgerlicher Familie verblassen neben einer viel dunkleren Bedrohung ihres Glücks: einem tödlichen Geheimnis, das Violetta zwar verbergen, dem sie aber niemals entkommen kann. Giuseppe Verdis „La Traviata“ löste bei ihrer Uraufführung im Jahr 1853 einen Skandal aus. Die Tatsache, dass eine Oper in der Gegenwart spielt, mit realistischen Charakteren, war schockierend genug; aber auch ihre Moral war für viele Zuschauer nicht akzeptabel. Die Vorstellung, dass eine „gefallene Frau“ („traviata“) als liebende und mutige Heldin dargestellt werden könnte, wollten und konnten viele nicht verstehen. Erst später wurde Verdis Adaption von Alexandre Dumas’ Roman „Die Kameliendame“ immer beliebter. Heute ist die Geschichte von Alfredos und Violettas zum Scheitern verurteilter Liaison eine der beliebtesten aller Opern. Der berauschende Kontrast aus junger Liebe, schillerndem Glamour (mit Nummern wie Violettas „Sempre libera“ und dem eingängigen „Brindisi“) und eindringlicher Traurigkeit machte die ursprüngliche – und viele würden sagen: größte – Opernromanze zu einer festen Größe in jedem Opernhaus.