Der Pianist Matan Porat lädt zu einer musikalischen Reise ein, die am frühen Morgen beginnt und tief in der Nacht endet. Allein die Auswahl der Stücke ist ein Kunstwerk für sich – sowohl was die Vielfalt als auch die homogenen klanglichen Übergänge zwischen den einzelnen Werken angeht. Ein gregorianischer Gesang begrüßt und beschließt den Tag, während uns Robert Schumanns introspektive und doch so strahlenden „Gesänge der Frühe” sanft ins Sonnenlicht führen. Musik von Beethoven, Debussy, Skrjabin, Liszt, Adès, Bartók und die Weltpremiere von Matthias Pintschers „Whirling Tissue of Light“ sind faszinierende, individuelle Interpretationen der unterschiedlichen Tageszeiten, die der Pianist mit bemerkenswerter Klarheit, großem Feingefühl und wunderbarer Erzählfreude spielt.