Ein Blick auf das erhebende Programm verrät sofort, warum der Titel „Arise, Shine“ passender nicht sein könnte. Liebe und Gemeinschaftsgefühl durchziehen jedes Stück, nur noch verstärkt durch die enge Verbundenheit zwischen Anna Lapwood und dem Chor des Pembroke College in Cambridge. Das Album entstand kurz vor dem Ende von Lapwoods prägenden neun Jahren als Musikdirektorin in Pembroke und ist ein Zeugnis der gelebten Tradition der Institution – mit wöchentlichen liturgischen Gottesdiensten und immer wieder neuen Werken und Arrangements.
Lucy Walkers „A Hymn for St Cecilia“ und ihre exquisite Vertonung von „The Lord’s Prayer“ unterstreichen ihren Platz unter den besten zeitgenössischen Chorkomponist:innen. In ihren schimmernden Harmonien schöpft sie dabei teilweise aus dem, was sie in Lapwoods Chor gelernt hat. Eine vielversprechende Zukunft hat sicherlich auch Maryam Giraud, die hier „Rain“ mit tiefster Überzeugung vorträgt. Die bewegende Vertonung stammt von einer der Altstimmen des Pembroke-Chors. „An Irish Blessing“ ist Lapwoods gefühlvolles Abschlussgeschenk an eine Orgel-Stipendiatin des Colleges und verzaubert mit einfachen melodischen Linien, einer anspruchsvollen Komposition für hohen Sopran und einem Ende, das zu Tränen rührt.