Nicht nur in seiner südkoreanischen Heimat ist der Wahlpariser Kun-Woo Paik ein Star. Warum, das zeigt der mittlerweile über 70-jährige Pianist einmal mehr auf seinem Schumann-Album. Programmatisch hat sich Paik für eine konfliktreiche Gegenüberstellung entschieden: Der junge, vor Optimismus sprühende Komponist trifft auf sein älteres Selbst, dessen Werk von schmerzhafter Unruhe geprägt ist. In dieser emotionalen Konfrontation wird der gleichermaßen mit Lebenslust wie Todessehnsucht gepflasterte Lebensweg des Romantikers evident.