Zur Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert gehörte Wien zu den aufregendsten Städten, deren Kreativität die kommenden Klangwelten akustisch illustrieren sollte. Eine Schlüsselfigur dieses Epochenumbruchs stellte Arnold Schönberg dar, dessen komplexe „Kammersinfonie“ die hochkarätigen Musiker zwischen Aufruhr und Kontemplation austarieren. Auch die „Klaviersonate“ von Schönbergs Lieblingsschüler Alban Berg lebt von der Spannung zwischen zukunftsweisender Innovation und spätromantischem Melos. Ein weiteres Highlight ist Korngolds „Piano Trio, Op. 1“, das fast mühelos in Zemlinskys „Clarinet Trio“ und einige hervorragende Transkriptionen von Mahler übergeht.