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- 1992 · Orchester der Deutschen Oper Berlin, Chor der Deutschen Oper Berlin, Karl Böhm
Alban Berg
Playlists
Biografie
Der 1885 in Wien geborene Alban Berg fühlte sich zunächst mehr zur Literatur als zur Musik hingezogen. Während seiner Jugendjahre jedoch änderte sich das, 1904 begann er schließlich ein sechsjähriges privates Kompositionsstudium bei Arnold Schönberg. Die pädagogischen Fähigkeiten und die starke Persönlichkeit des älteren Komponisten halfen Berg dabei, früh eine technisch ausgefeilte und sehr expressive musikalische Sprache zu entwickeln. Beim Skandalkonzert von 1913 – auch als „Watschenkonzert“ bekannt –, fand seine Aufführung von auf Texten des Heimatdichters Peter Altenberg basierenden Liedern zwar ein unschönes Ende im Tumult. Doch Berg erholte sich von dieser traumatischen Erfahrung und schrieb 1914 als Geburtstagsgeschenk für Schönberg seine groß angelegten und hochdramatischen „Drei Orchesterstücke“. In den folgenden sieben Jahren arbeitete Berg mit kriegsbedingten Unterbrechungen an seiner Oper „Wozzeck“, die nach ihrer Berliner Uraufführung 1925 an vielen weiteren deutschen Bühnen gezeigt wurde und rasch als modernes Meisterwerk galt. Beginnend mit der „Lyrischen Suite für Streichquartett“ (1926) nahm Berg Schönbergs Zwölftontechnik als Teil seines kompositorischen Rüstzeugs auf und adaptierte sie auf seine eigene, ausdrucksstarke Weise. 1935 war seine zweite Oper, „Lulu“, noch unvollendet, als ihn der plötzliche Tod von Manon Gropius, der jungen Tochter von Gustav Mahlers Witwe Alma, zu seinem „Violinkonzert“ inspirierte. Einige Monate später starb Berg selbst an einer Blutvergiftung, die durch einen Insektenstich verursacht wurde; „Lulu“ hinterließ er unvollendet.