Im August 1845, 75 Jahre nach Ludwig van Beethovens Geburt, enthüllte seine Heimatstadt Bonn eine Statue für ihren berühmten Sohn. Franz Liszt, der als Elfjähriger für Beethoven gespielt hatte, sammelte dafür beachtliche Spendensummen. Auf diesem gigantischen Debütalbum zollt der Pianist Yoav Levanon, der bei der Aufnahme gerade einmal 17 Jahre alt war, Liszt und anderen Komponisten, die die Sache damals unterstützten, Tribut. Dabei ist im höchsten Masse erstaunlich, wie Levanon, der das Klavierspiel im Alter von drei Jahren erlernte, als Achtjähriger umjubelte Konzerte gab und zuletzt an einem Filmprojekt mit Daniel Barenboim beteiligt war, diese anspruchsvollen Werke meistert: Liszts mächtige „Sonata in B Minor“ bildet den dramatischen Auftakt, gespielt mit grosser technischer Beherrschung und Bravour, das funkelnde „La Campanella“ setzt einen reizvollen Schlusspunkt. Dazwischen trägt Robert Schumanns stürmische, an Beethoven angelehnte „Fantaisie in C Major“ zur Dramatik bei, während Fryderyk Chopins „Prelude in C-Sharp Minor“ und Felix Mendelssohn Bartholdys „Variations sérieuses in D Minor“ für poetische Ausflüge zwischendurch sorgen.