Schon bei den ersten Tönen von „Brouillards“ wird klar, warum Alexander Melnikov für Debussys zweiten Band der „Préludes“ einen historischen Flügel gewählt hat. Sein um 1885 vom Klavierbauer Érard hergestellter Flügel besitzt einen wohltönenden Bass, brillante Resonanz im hohen Register und warme Mitteltöne. Daher eignet sich dieses Instrument ideal für Musik, die einen gefühlvollen Anschlag erfordert. Melnikov spielt mit exquisiter Zurückhaltung, Prägnanz und Intonation. So entstehen magische Momente, wenn er uns mit „La terrasse des audiences du clair de lune” nach Indien oder mit „Les fees sont d'exquises danseuses“ in die Fantasiewelt des Illustrators Arthur Rackham entführt. Im zweiten Teil erklingt ebenso brillant Debussys vierhändige Klavierfassung seines Orchesterwerks „La Mer“, das Melnikov zusammen mit Olga Pashchenko ausdrucksstark interpretiert.