Dies ist die vierte Veröffentlichung der Serie „Beethoven for Three“, in der die Koryphäen Leonidas Kavakos, Yo‑Yo Ma und Emanuel Ax Ludwig van Beethovens Sinfonien in Form von Kammermusik präsentieren. Die Idee hat sich als weit mehr erwiesen als nur ein kurioses Experiment. Allzu oft gehen Beethovens kompositorische Feinheiten im orchestralen Klangteppich unter, es kann passieren, dass Details zugunsten des Effekts geopfert werden. Hier jedoch können wir alles genießen: die dramatischen und humorvollen Züge, die Franz Joseph Haydns Einfluss verraten, sowie Beethovens einzigartige Kunst, Motive und Themen zu entwickeln. Alle drei Musiker überzeugen durch meisterhafte Kontrolle und perfektes Zusammenspiel.
Zweifellos ist die „Sinfonie Nr. 1“ das zentrale Werk dieses Albums, doch es gibt auch einige Originalwerke zu entdecken. Dazu zählt eines von Beethovens bekanntesten Kammermusik-Meisterwerken, das „‚Geister‘-Trio Nr. 5 in D‑Dur“, mit seinem gespenstigen, schimmernd langsamen Satz, der dem Stück seinen Namen verleiht. Die Ecksätze bestechen durch eine betörende Energie und strahlen, wie die Sinfonie, eine mühelose Anmut aus.