Ein Dutzend Streicher umfasst das 12 Ensemble, das zwar ohne Dirigenten, aber dafür umso dynamischer interagiert. Dieses Album steht im Zeichen verschwimmender Genregrenzen: Oliver Leith’ Auftragswerk „Honey Siren“ scheint sich Inspiration bei experimenteller Electronica zu holen und Sigur Rós’ „Fljótavík“ wird von den sanften Schwingungen der Saiten zum Leuchten gebracht. Gleichzeitig verleiht das von Sir John Tavener selbst geschriebene Streicherarrangement seines Stückes „The Lamb“ dem mystisch anmutenden Chorwerk eine instrumentale Wärme und Erdung. Höhepunkt der Veröffentlichung ist aber die Bearbeitung von Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“, dessen emotionale Spannung die zwölf Streicher zu anrührender Schönheit verdichten.