Die slawische Musik ist geprägt von melancholischen Stimmungen. Insbesondere gilt das für vokale Musik, der sich Natalya Romaniw hier mit samtiger Leidenschaft widmet. Die walisische Sopranistin mit ukrainischen Wurzeln gestaltet ein fantasievolles Programm, das gleichermaßen bekannte Stücke wie Rachmaninows schillerndes „Sing nicht, Du Schöne“ oder Dvořáks „Liebeslieder“ als auch Raritäten wie Vítězslav Nováks Liederzyklus „Märchen des Herzens“ umfasst. Dieser kann ebenso als klingende Entsprechung tschechischer Märchenfilme gedeutet werden wie Janáčeks „Mährische Volksdichtung in Liedern“.